Harvey Specter aus der Serie Suits verdient als Star-Anwalt zwischen ein und fünf Millionen Euro pro Jahr. Sein Leben besteht aus maßgeschneiderten Anzügen, brillanten Schachzügen im Gerichtssaal und Deals, die in wenigen Minuten bei einem Glas Whiskey besiegelt werden. Doch wie sieht die Realität eines Wirtschaftsanwalts in Deutschland wirklich aus?
Wir haben mit Dr. Simon Ziegelmayr, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Dr. Ziegelmayr & Partner in München, gesprochen. Er berät mittelständische Unternehmer, Start-ups und Investoren im Gesellschafts- und Vertragsrecht. In unserem Interview räumt er mit TV-Mythen auf, warnt vor den größten rechtlichen Fehlern bei der Firmengründung und verrät, wie viel ein Anwalt wirklich verdient.
Wer glaubt, dass ein Wirtschaftsprozess durch einen einzigen, in der Nacht zuvor entdeckten "Super-Trick" gewonnen wird, irrt.
"Ich habe die Serie auch geschaut", lacht Simon. "Aber es ist in der Praxis selten dieser eine Trick, den man nach 100 Stunden Recherche findet. Es ist meistens eher die strategische Planung und das langfristige Denken."
Ein guter Wirtschaftsanwalt löst Probleme nicht erst, wenn sie brennen, sondern verhindert sie, bevor sie entstehen. Wenn Verträge von Anfang an sauber strukturiert sind, kommt es im Idealfall gar nicht erst zum Streit.
Trotzdem ist Recherche ein massiver Teil des Jobs. Richter sind auf die saubere Aufbereitung der Rechtslage und relevanter Urteile durch die Anwälte angewiesen. Besonders bei der Erstellung von AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) muss extrem präzise gearbeitet werden. Ist eine Klausel auch nur ein bisschen "drüber", kippt sie komplett und wird unwirksam. Es gibt keinen "Graubereich" des gerade noch Zulässigen, wenn man die Grenzen überschritten hat.
Der Weg zum fertigen Anwalt in Deutschland ist steinig. Fünf Jahre Studium, erstes Staatsexamen, zwei Jahre Doktorarbeit (in Simons Fall), dann noch einmal zwei Jahre Referendariat und das zweite Staatsexamen. Neun Jahre harte Ausbildung.
Würde er sich das mit seinem heutigen Wissen über Business und Geschäftsmodelle noch einmal antun? "Niemals", ist seine ehrliche Antwort. "Mit dem Kenntnisstand, wie das Wirtschaftsleben funktioniert, wie man ein Geschäftsmodell aufbaut... da würde ich natürlich niemals mehr neun Jahre meines Lebens investieren, um Rechtsanwalt zu werden, sondern einfach eine andere Firma aufbauen."
Dennoch betont er: Wenn man es einmal geschafft hat, ist es ein wunderbarer, abwechslungsreicher Beruf. Aber der Weg dorthin erfordert extrem harte Arbeit, Gründlichkeit und Durchhaltevermögen. Wer nicht gerne akribisch theoretische Paragrafen wälzt, wird in diesem Job auf Dauer nicht glücklich.
Ein Großteil von Simons Arbeit besteht darin, Unternehmer bei der Gründung oder beim Wachstum zu beraten. Hier passieren oft die teuersten Fehler.
Viele Start-ups wählen die UG, weil man sie theoretisch mit 1 Euro gründen kann. Simon rät davon dringend ab. Bei einer GmbH muss man von den 25.000 € Stammkapital nur 12.500 € sofort einzahlen. Gründet man stattdessen eine UG und hat nur sehr wenig Kapital, fressen die Strukturkosten (Notar, Steuerberater, Eintragungen) dieses sofort auf. Die Firma ist quasi insolvent, bevor sie überhaupt losgelegt hat. Zudem ist es später teuer und kompliziert, eine UG in eine echte GmbH umzuwandeln.
Eine Holding-Struktur (eine Firma, die Anteile an deiner operativen GmbH hält) ist der absolute Gamechanger, wenn es um Steuern geht. Verkaufst du deine operative GmbH als Privatperson, zahlst du (je nach Freibeträgen und Struktur) bis zu 42 % Steuern auf den Gewinn. Gehört die operative GmbH deiner Holding und die Holding verkauft sie, zahlst du effektiv oft nur rund 1,5 % Steuern auf den Verkaufserlös.
Der Haken: Baut man die Holding erst nachträglich über einen Anteilstausch ein, muss man die Anteile sieben Jahre lang halten, um von diesem Steuervorteil zu profitieren. Daher gilt: Wer einen Exit plant, sollte die Holding-Struktur idealerweise von Tag 1 an aufsetzen.
Die meisten Firmen scheitern nicht am Markt, sondern an Streitigkeiten im Gründerteam. Simon erlebt das fast täglich.
Oft geht es um die gefühlte Fairness. Ein Gründer arbeitet 60 Stunden die Woche ("die Maschine"), der andere hat das Netzwerk und die erste Idee geliefert. Nach zwei Jahren fragt sich der Erste, warum der Zweite immer noch 50 % vom Gewinn bekommt, obwohl er vermeintlich kaum noch arbeitet. Ein weiteres Problem: Die Firma läuft exzellent (z.B. 1 Million Jahresgewinn). Gründer A will verkaufen, Gründer B will die Firma als Cashcow behalten. Wenn man hierfür vorher keine Regeln (Exit-Strategien) definiert hat, ist Streit vorprogrammiert.
"Das Wichtigste ist, dass es für jeden eine vernünftige, finanzierbare Kündigungsmöglichkeit gibt", rät Simon. Will ein Gesellschafter raus, muss es klare Regeln geben, wie hoch seine Abfindung ist und wie die Firma diese (z.B. in Raten) bezahlen kann, ohne selbst pleite zu gehen.
Kommen wir zum spannendsten Teil: dem Geld.
Simons Fazit ist klar: Das letzte Jahr war sein finanziell bestes, weil sich harte Arbeit, ein wachsender Stamm von zufriedenen Mandanten und die Weiterempfehlungen langsam summieren.
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Dein Markus.
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